Non-Humanismus ist human,
wenn Wir in der Genetik Garn,
Wenn wir verwoben mit Ideen,
nicht mehr Herr(-schaften)
des eigenen Gescheh’n.
Ein jeder eingewoben in das Netz,
worin Europa alle Kreativität zersetzt
– und dabei den Humanismus schwer verletzt.
Paradox, so will es scheinen,
passiert das als ein Humanismusreigen.
Das Problem:
Die Raumordnung ist falsch besehen.
Statt der Großräume nur Länder,
und darum nirgendwo ein Fender.
– Kein Leuchtturm der Da warnt,
nur das Geld, das kurze Frist umgarnt.
Im Postmodernismus dies anders ist,
dort nicht gewinnt die kurze Sicht.
Darum, mit viel List,
der non-Humanismus,
soviel ist gewusst,
im Tiefen sehr bewusst,
ein „als ob“ des Humanismus;
plus des Zaubers Kuss
– und dann:
nichts mehr noch ein:
„Ich ja leider muss!“
Denn postmodern gesehen,
der Mensch nicht mehr ein Einzig
riesengroßes Lehen.
Vielmehr ein ausgemachtes Virus;
hausgemachte Diktatur,
der großen, hellen, heilig Uhr.
Doch, bekannt,
in dieser Spur,
wir malen in geraden Linien nur.
Wir sind dann Eins
– und glaubens nicht.
Sind dann gemeinsam eine Schicht.
Ein jeder hier nur Widerschall,
müder Hall einer Kulturgeschicht‘
– in der jeder, stetig ist Gesicht.
Doch, in der Innensicht,
die Moderne im Atom in sich zerbricht.
Der Urknall ist zu laut,
als zahlten wir dem Andren Maut.
– Drum man Glaube,
weil ein andrer sagte:
„Schaut!“
– und dann, nachdem besehen;
man glaubte, hat hinreichend gesehen
um das Assoziationscasino loszudrehen.
Denn, als Mensch muss man gestehen,
man will doch nur Atome sehen.
Weil dort man braucht nicht den ethischen Holismus,
also nicht des non-humanismus „postwendend“ Kuss.
Denn, soviel im Humanismus ist gewusst:
„Wir ham Moral, Wir Leben gut,
– ein jeder Einzeln‘ Chance ist,
was uns bewegt neben der List.
Und weil wir gar so artig sind,
ist bei uns ein jedes Kind,
ein jede potentielle Seele;
wichtig…!“
Dabei wir aber vergessen,
der Mensch würd morgen
gerne auch noch fressen.
Weil wir setzen,
freie Hand statt tiefe Sorgen,
denken also an Jeden Einzeln,
aber dummerweise nicht ans Morgen!