Heute gibt es wieder Schnitzel,
ein wirklich wahrer Gaumenkitzel,
den die Ilse wöchentlich kreiert.
All-You-Can-eat, alle sind ganz ungeniert.
Franz sitzt drüben mit der Gitarre,
raucht gemütlich an seiner Zigarre,
sitzt in der Spelunke „Kleines Tor“
und hat heut Abend nichts mehr vor.
Bauch gefüllt bei Ilse,
spielt Erika nun Karten
um die nächste Runde Pilse,
doch der Geber lässt auf sich warten.
Peter sitzt am Spielomat,
mal wieder nicht sein Siegertag.
Fünfzig Euro schon verloren,
nichtmal zwanzig draus geboren.
„Da wird sich noch die Miete ergeben!“
und – schwupp – 10 Euro mehr als Grund zum beten.
Sechzig Euro nun verzockt,
und fünf Bier sind auf dem Block.
Am anderen Tisch sitzen Studenten,
die wollten hier doch garnicht enden.
Doch weils ein Sonntag ist,
ist die Kneipenszene trist.
Drum, doch eher notgedrungen,
der Langeweile ins kleine Tor entrungen.
Morgen haben sie keine Lesung,
drum geht’s heut bis zur Hirnzerphräsung.
Schon die dritte Runde Kurze,
und jeder bereits zwei Bier im Sturze,
dabei ist es grad mal Neun,
die Spelunkenwirtin darf sich freun‘.
An der Theke sitzt der(wie immer, alt) Bill,
sagt kein Wort, wie immer still.
Doch dem Stammgast ist bekannt,
„Geh zu Bill, wenn du dich in Gedanken hast verrannt.“
Drum sitzt da heute auch die Sophie,
mit Problemen kompliziert wie nie.
Bill wirkt ganz entspannt,
hilft ihr – im Momente – aus dem Bann
und denkt sich innerlich:
„Und ich schaffe es wie immer nicht…“
Sophie von seinem Rate ist betört,
sie ihr Problem heut nicht mehr stört.
Drum gibt es für den Bill,
bezahlt von ihr, was er am liebsten will.
Plötzlich ein Schrei und lautes klirren,
vielleicht ein Versuch um zu verwirren
und den Abendumsatz zu gewinnen?
Oder der Zeche zu entrinnen?
Es stellt sich raus, es war nur Andreas,
betrunken sitzend am Bierfass.
Die Wirtin entspannt sich wieder,
und der Sonntag vergeht sonst bieder.