Der Freie und die Beschränkten

Die Anschauung der meisten ist beschränkt,
der freie Geist wird dadurch oft gekränkt.
Sie verfehlen die Zusammenhänge,
da wirds dem Freien bang und bänge.
Ihre Sicht ergibt zwar Sinn,
doch das ist nur subjektivster Gewinn.
Der Freie erkennt darin oft Fehler,
und wirkt dann oft als oberschlauer Lehrer.
Dem Freien ist die Determiniertheit wohlbekannt,
denn sie entstand -aus freiem denken,
frei vom akademisch-wissenschaftlichen Gewandwelches den Sinn gern ist am lenken.
Erkannte dabei die Grenzen des Subjekts,
war gebannt von dem, was ihm da gegenüberstand.
Er fragte sich, im Sinne ganz perplex:
„Was ist das, was ich da fand?“
Die Antwort war ganz da,
doch der Name war nicht wahr.
Es hat einen nur determinierend ergriffen,
nicht vollständig wurde es begriffen.
Die meisten begreifen es im Begriffe „Gott“,
manch anderer durch Es
ist in die Wissenschaft gelockt.
Der Freie erkennt es als Prozess.
Wie dem auch sei,
es ist die Antwort auf die Frage,
Moral und Mathe gießt es in Blei.
Früher begriff man es als Sage.
Heute ists weitaus komplexer,
falsche Thesen, falsches Wesen,
wirkten oft als Weltzerfetzer.
Dazu kommt, die meisten sind nur akademisch sehr belesen.
Was man erkennt, das sind die Menschen,
sein Denken und ihr Sprechen,
Sozialität wird auch gegeben
und die Geometrie

um die Determiniertheit zu beheben.
Viele sehen zwar die Logik,
doch nicht deren Ursprung
in der Komik.
Die Freien sehen dies und mehr,
denn Humoralpathologie führt Sie zum Meer,
zum Meer des Pathos,
groß und klar,
ach wäre das heut nur nicht Pathologia…

Lebendiges oder Der Wahnsinn der Abstraktion

18.01.16
Man kurbelt, Es schwurbelt –
an dem Haken?
Ein Fisch, ein Has, ein Leben.
Das Leben selbst, wird sich gern zeigen.
Es will erblühn, vergehn, nicht Sein.
Die Hände fangen an, baun auf,
lassen der Geltung freien Lauf.
Doch – weh – so sieht es leider aus,
ist ihr wirken nicht das Haus.
Doch das Haus, so muss ich meinen,
verstellt sich gern im ewgen Reigen.
Bildet sich gern wider, ist Bild und Bildner
und oft des gelben Krieger.Warenform wirds gern genannt,
doch ist das nicht das wahr Gewand.
Der Mensch, er lebt, liebt gerne wieder.
Ist im Leben, dem Tot zuwider.
Lebendig ist das die Moral?
Vielleicht erziehend
nicht ganz lehrend.
Lebendig ist sie sehr fatal,
denn sie wirkt als zu real.
Der Werdende, er existiert

ist davon ganz sehr berührt.
Er sieht die Ethik, sieht den Gott.
Doch liegt als Jesus im Schafott.
Der Werdende, er will hier sein,
ist nicht ganz alleine Mein.
Dies Mein, was ist das?
Ist das Geld?

Sofern es sich normal verhält.
Das Leben, es bedingt das Gelb,
ist Gold und Geld, doch noch nicht Welt.
Das Leben ist der schönste Guss,
ist flüssig – Was ein Hochgenuss!
Das Leben liebt gar die Moral,
ist sie doch trefflich sehr Oral.
Sie wird gedacht, sie denkt sich nicht
beim Leben dies wohl ähnlich ist.
Das war falsch, es ist das Leben
das sich durchs handeln erst ergeben.
Das Denken ist des Lebens Druss,
macht rot zu blau, schafft Menschenfrust/Menschenlust.
Das Handeln jedoch wirkt im Rot,
ist Liebe, Leben – und die Not.
Das ists was ich erfahren wollte,
drum werde ich nun selber Kunde.
Werd Haus, bin Stein
im Fluss im Keim,
Bin überall und immer hier,
als Jenseits ich mich gern verlier.
Jenseits liegt die Lebensfreude,
sofern man diese Leben wollte.
Sofern mans nicht bereits erahnt,
wird dort davor endgültig gewarnt.
Das Leben ist ein kurzer Blitz,
ist Schein nicht Sein und doch sehr Fein
mehr rundlich, voller Ecken – jein.
Man kantet sich, rankt sich daran empor

hinüber –
hinüber in die ewgen Glieder.
Ins Temperament, die Freude und die Lieder.
Der Blitz umkreist den eignen Geist,
ist immer da – ganz Fern, daheim.
Das Tor des Lebens,
es liegt im Reden,

in Sprach und Sein,
Geschichte ist das Täterlein.
Sie zeigt behände Wände auf,
baut Kreis, baut Strauch
baut Mensch und Haus.
Das positive der Geschicht‘,
sie ist, weil leben Lebendigkeit ist!

Die Moral

Die Moral, sie findet sich
sie ist des blanken Wahne Witz.
Sie ist ironisch, meints nicht ernst.
Ist der Ethik kleiner Schlitz,
ein kleiner Blitz, der sich einritzt.
Sie ist gefunden, will sich zeigen,
will verhalten.
Handelt immer im gewissen,
ist trotzdem doch eher beschissen.
Sie ist historisch, nicht apriorisch,
ist unerklärlichund nur mit drin,
unterstellt man der Welt,
einen höheren Sinn.
Sie ist das falsche, will das Gute

entzweit die Welt aus welchem Mute?
Denn sie ist in einem Bunde,
Im Bunde ist sie, das weiß jeder
nur wirkt sie als Ethik leider reger.
Wiewohl sies tat, das muss man sagen

will man sie zu Grabe tragen.
Sie wirkte reichlich, wirkte bunt,
schaffte großes, war ganz Rund.
Doch im Heute, das ist klar,
ist sie nicht mehr als ein einzeln Jahr.
Ihre Tage sind gezählt,
hat man sich selbst die Ethik erwählt.