Das Leben wie es lebt und lebt

Ein Leben ging spazieren,
entlang den Boulevard flanieren.
Fand sich zurecht im großen Reigen,
den die Wirtschaft ist am treiben.
Als Leben war es auserkoren,
die Laufbahn der Kultur, die war geboren.
Es lebte als gäbe es ein morgen nicht,
lebte in der kurzen Sicht.
Fand nicht mehr als Geld und fressen,
ach ja, den Sex nicht zu vergessen.
Mit Sieben ging es in die Schule,
erlebte dort auch mal Bambule.
Mit 15 dann die Hiobsbotschaft,
der Tod der Mutter, die Lücke im Lebenslauf nun klafft.
Die Schule wurd egal,
– der Schmerz
zwar nur banal,
doch für den Abschluss zu brutal.
Mit 20 schließlich angekommen,
den Flanierenden vernommen.
Als Leben sitzt er an der Ecke,
hätte gern ne bessere Decke,
vielleicht ein saubres Spritzbesteck.
Die Bambule längst vergangen,
die Erinnerungen; vom Nebel ganz verhangen
– und leider immer das verlangen.
Doch interessierts das Leben, das flaniert?
Das guckt meist nur pikiert.
Rümpft Nase beim vorbeimarschieren,
„Zum Glück hab ich noch was zum Verlieren.“
„Zum Glück muss ich mich nicht mehr genieren“
denkt das eine Leben leise.
Im Kaffe drüben sitzt ein Greise.
Sein Leben fast am Ende,
doch zufrieden sitzt es da,
Kaffee umschlingen die Hände.
Hat die kurze Sicht genossen,
gelebt, gesoffen, rumgehurt,
war des öfteren verschossen.
Nun der Endspurt,
– mit Problemen…
Die Tochter lebt das falsche leben.
Will keinen Mann,
sie liebt nur Fraun‘
sowas ist ihm nur schwerlich zu verdaun‘
„Doch vielleicht ändert er die Meinung ja irgendwann…“
Denn ihr Leben ist fantastisch,
Managerin und jeden Dienstag Stammtisch.
Sie lebts in vollen Zügen,
nur ihr Vater ist ständig nur am rügen.
Alle Vier, sie leben munter,
der eine froh,
die andere bunter,
der letzte wäre lieber fort,
am leben am wohlbekannten besseren Ort.
Leider machts der Mensch nicht allen leicht,
langsam aber die Kultur höchste Höhen erreicht.
Jetzt muss sich nur der Mensch noch bessern,
seine Welt nicht mehr weiter durch Geld verwässern,
das Flanieren unterlassen,
Die Wirtschaft an die Welt anpassen.
Sozialer muss es werden,
Leben müssen Leben sein,
mehr als reiner kurzer Schein,
nicht ein Junkie an der Ecke,
den man gern woanders hätte.

Die Kraft und die Macht

In Wahrheit ist es eine Kraft,
die man im Außen hat erfasst.
Sie ist nicht Innen,
spielt nur immer mit den Sinnen.
Vor ihr gibts niemals ein entrinnen.
Erleben lässt Sie sich nur drinnen.
Man fasst sie meist als Zufall der Natur,
doch ihr Wirken ist fantastischster Statur.
Sie steht der Macht entgegen,
die entsteht, nur durch das Reden.
Wir setzten ihr Kultur entgegen,
uns dadurch ins abwegige begeben.
Dabei jedoch die Macht gewonnen,
als „Gott“ ins innerste die Kraft genommen.
Die Mächte wirken durch uns durch,
erbaun dabei so manches Heim.
Sie erackern jede Pfurch‘,
und trocknen den gesellschaftlichen Leim.
Schaffen intuitive Welten,
doch bleiben stets gebunden an den Helden.
Der Macht jedoch,

lässts sich entfliehen,
sofern man geistig ist – ausreichend gediehn‘.
So ist es fassbar,
klar und deutlich im kognitiven Raster.
Ist man ihr davongeflogen,
so findet man nurnoch die Toten.
Man findet einzig Kraft als Ursach‘.
Im Grunde spielt man dann „Go“ und Naturschach.