17.01.16
Fliegen kann so einfach sein
man weilt daheim
Allein, beim Sein.
Das Sein allein wird zum Gehäuse,
Das Haus umbaut von Zäunenund der lieben Leute Mäuse.
Die Sonne weilt im ewg’n Ruhn,
wählt das Gehäuse, zum höchsten tun.
In Wirkung sie sich lieber sieht,
das ist die Lehr‘, die man entzieht.
Wäre Wissenschaft wie ein Gedicht,
so wäre Sie ein Lehrgedicht,
von großen Mäulern, riesen Tälern,
von Mützen, Münzern, Wählern
und der Weisheit? Gelbern‘
Sie wäre riesig – fast wie die Sonne,
Sie wäre gülden – ein Ast der puren Wonne.
Im Lehrgedicht erweist –
oh arme Sicht,
die Sprache sich als hinderlich,
kinderlich, fast –
wie der Hände Botschaft sich erweist
die zu gern wohl um die Arbeit kreist.
Ihr Wesen weilt im Ewigen,
Nein!
Hinüber sie sich gerne windet,
ins Unendliche des Windes.
Das Lehrgedicht, so soll es sein,
west als des Lehrers Lehrer leerer schein
sehr fein.
Die Wissenschaft jedoch,
Ihr Wanken, Wiegeln, Stechen,
sich am Rächen, vorm Zerbrechen.
Vorm Vergehen und Vergessen,
ihr Schatten ein Gehäus erhellt.
Ein Gehäus, so will es sein,
sich nimmermehr daraus befrein‘
Es will entfliehen, sich lieber in die Liebe ziehen.
Doch dieser Platz, Er bleibt entborgen.
Leer, Hüllenlos,
Unendlich – und mit Sorgen.
Dem Ende sich entgegenstrebend,
verloren,
sich ergießend Sie sich zeigt,
als wahrste Wahrheit,
tiefster Schein.
Als Licht der Sonne,
Als Sicht aufs Sein,
Als des Geistes Katze, des Pudels Keim
das war wohl eher ein Prolloreim.
Im Leibe angekommen,
die Sonne hier zum Greise fast geronnen,
sich schlussendlich doch im weiß besonnen.
Weg von Gott, dem Glauben und dem Trug,
hin zum Dasein, der Wahrheit und? – Genug!
So soll es enden,
muss es Sein,
will man sich vom Gott befrein‘.
Welch schönen Anblick man erblickt,
wenn man der Welt entgegenwippt.
Sie will sich melden, walten, schaun‘.
Kann sich nicht zeigen, hängt
verloren – ach so muss es leider Weilen
im Glauben an die Theologen.
Wir werden merken, was es will.
sofern der Andere erkennen will.
Ob Gott ob Welt
ob Sonn‘ ob Sein,
alle binden Wir sie ein,
sollen reden, sollen wirken,
müssen sich in Bleie finden.
Niemand will sie hier noch haben,
Niemand kann sie gar noch sehen.
Das Gehäuse möchte walten,
als Puppenspieler sich entfalten.
Welch Trauma diese Welt doch ist,
in ihrem blanken Antelitz.
Sie west, entfliegt den kleinen Geistern,
bleibt doch im Innern stets –
so ist gewiss –
ein Reimendes und Freies Ich.