Der Wahn

Dem Alltagstrott (Wissenstrott) entronnen,
doch vom Wahn noch wie benommen.
Vor des Wahnes Ton,
versucht dies hier zu verschon‘.
Der Wahn er ist der Lohn,
den der Wahrheitsdrang geborn‘.
Hat man diese dann erkannt,
zeigt sie ihr wahrhaft grausames Gewand.
In der Wahrheit wird es klar,
die Illusion, die ist ganz wahr.
Der Mensch vergisst, wer er bis dahin war
um zu erkennen, was universalgeschichtlich bis zum Moment geschah.
Er verliert Jahre seines Lebens,
und zusätzlich ist es vergebens.
Die Wahrheit führt nunmal ins Allgemeine,
der Mensch auch darin nicht unendlich weile.
Nein, sein materielles Antelitz,
ist kosmisch quasi wie ein Blitz.
Er muss erkennen, so wills das Leben,
das sein erleben, und sein reden
leider endlich bleibtdas ist der Kern des ewigenden Segen.
Jedoch kann er, das ist der Fakt
erkennen – so manch beeinflussenden Takt.
Takt Eins ist die Gerechtigkeit,
die Frag danach berechtigt bleibt.
Und dessen Begründung er sich einverleibt.
Takt Zwei ist das Leben mit Vernunft,
die die Wahrheit führt zum Sumpf.
Dem Sumpfe gilts dann zu entrinnen,
denn dort steckt leider keine Wahrheit drinnen.
Dies zu erkennen, das ist schwer
weil die Begriffswelt sumpft umher.
Ihr gilts kämpferisch zu trotzen
und auch mal drüber sehr zu motzen.
Diese Welt, so ist der wahre Schein,
ergibt sich, weil kein klares Sein
sich den Begriffen schlussendlich enthebt,
und Mensch dann um das „Nichts“ rumschwebt.
Dieses „Nichts“ im prozesshaften Weg,
als so manche Gottheit sich erhebt.
Die Wahrheit hier im völl’gen Chaos untergeht,
und der Wahn vorrübergehend besteht.
Das „Nichts“ wird nun zum müden Schall,
weil sich der Wall

die Infos die man aufgesogen,
dann zur Vorstellung hat erhoben.
Die Vorstellung ist Wahrheitfähig
denn nur hier ist die Wahrnehmung ehrlich.
Der Wahn hier endlich überwunden,
wartet auf die neuen Kunden.
Wartet auf die neuen Lügen,
die die Wahrheit hält in Zügeln.
Denn vor der Wahrheit so schauts aus,
nimmt der Mensch im Wahn reißaus!
Um aus des Lichte Kegel

so ist die Regel,
in das Alltägliche zu fliehn‘,
doch davor gilts noch, das Wissensbett neu zu beziehn‘.

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