Der Geist

Der Geist krankt,
bangt – um des Zukunfts willen
leidet tief und ganz im stillen.
Mana wird getankt.
Der Geist erschlafft,
hat schon soviel Zeit vergafft,
bekommt das Leben einfach nicht gerafft.
Und hasst, was er in dunkler Kammer hat erschafft.
Der Geist verbittert,
hätte er den Wahn doch vorher nur gewittert.
Nun verliert er sich in sinnlosem blabla,
und fragt sich, wieso sind so viele Dinge dem Menschen noch immer unklar?
Der Geist erkennend,
er gewöhnlich ist.
Bekennend,
er die Anerkennung vermisst.
Des Geistes Hilfe lenkte weg vom Tod,
schaffte dabei andere Not.
Sinnlosigkeit ist der Ort des Ertrinkens,
Symbole – einzig rettend, sinnstiftender Anker.
Sinkend stemmt er sich dagegen,
ist das Wissen schwer am heben.
Verlor die volle Lebensfreude,
dabei den Menschen zu oft scheute.
Geist hierbei unmenschlich geworden,
der Mensch – besessen – drin gestorben.
Guter Geist ist trocken,
wenigstens kann nichts mehr schocken.
Euphorie und Temperament, ein rar gesätes Gut,
und ein zu tief angesetzter Mut.
Dabei dann auch oft Wut,
dem Geiste zu entgegnen,
feuerrote Glut.
Feuerrot so wie der Wille,
der sich selbst verlebt
in eisigkalter Stille
und dabei Tag für Tag ein Stückchen mehr vergeht.
Der Geist dem Leben sich entlebt,
durch falsches Streben unbeschränkte Welt gesät.
War am Fliegen, kam zur Sonne,
verlor die Kraft und knallte auf das Leben.
Nicht seines, nein, das war verloren,
es wurde hart und in sich eng verschlossen,
der kurze Segen
der hat sich ergossen.
Dadurch alles schön geredet,
weit hinaus das Feld gejätet.
Viele Dinge dann negiert
und sich sinnlich ganz seziert.
Dabei die Seele ausgegraben,
doch die gilt es zu verjagen.
Der Geist hat mit Seele nichts am Hut,
er ist ein anders geformtes Gutund noch immer Wut in Zorn und Mut.
Der Geist, die höchste Illusion,
entbunden aus des blanken Hohn.
Geformt von Macht und Gier und Bier,
dabei sich selbst perpetuiert,
da guckt der Herr ganz ungeniert.
Er ist nutznießer des Starren,
des Trägen und des harten
hat seine Hände verbunden mit des Zügels Karren.
Der Knecht den Geist hat missverstanden,
als Gott er hat sich die Ordnung eingestanden.
Als höchste Illusion der Geist wirkt auf die Leiber,
ist der stärkste Willenstreiber.
Schafft Gutes, Schönes, Schlechtes, Böses,
einerlei ists ihm und dem Getöse der Katharsis

die ihm scheint verpflichtet,
denn nur so, man sich nach seinem Nutzen richtet.
Dem Nutzen sich der Leib verbunden,
hierbei die Masse wird geschunden
und die Stunden, die man sich dem Zwang entwunden,
die nutzt der Leib um Anspruch zu bekunden.
„Das ist Meines!“
Den Meisten diese Verteilung bringt ein „Keines“.
Doch im Licht des Geiste Scheines,
diese Massen, Menschenmengen

dem Geist verpflichtet,
treu ergeben.
„Gott wird schon das Meine bringen,
drum werd ich weiter des Stechschritts Marschmusik singen!“
Der Geist das ist der Rattenfänger,
findet stets die Schwächsten,
allseitsbekannt sind dies die treuesten Anhänger.
Denn dem Gotte gilts zu dienen,
in den starren machtgeformten und geldgestählten Schienen.
Der Geist, ach du schönste Utopie,
real wird sie nur leider nie.
Jeder darf sich hier sein Schlaraffenland erdenken,
Illusion ist des Geistes hinterhältigste List.
Doch was versteckt die Idee des Paradieses?
Der Traum nach Reichtum, Einfluss und Macht
schafft leider die paradiesische Nacht.
Das ist der traurige Sieg des knöchernen Verließes.
Das Paradies verhindert
„Welch ein Glück!“
Denkt sich der Herr
und wirkt entzückt,
während er vor dem Geiste Gottes sich bückt.
Ein Karussell, das ewig kreist,
dem dummen träge Bahnen,
dem klugen seine Schranken aufweist.
Dabei die Hoffnung macht zu seiner Waffe,
die Sehnsucht nach dem Reichtum,
nach der Macht erschafft den falschen Geist,
wahrlich wirklich Dreist.
Und die Lösung?
Leider ich nicht wirklich eine weiß…
Der Geist sitzt fröhlich am Klavier
Knechte stehn‘ ihm liebendgern spalier.
Sie verkennen seine Kraft,
verkennen wie er wirkt und schafft
und leben weiter in des nach Reichtum strebenden Saft.
Der Geist wird enden wie er begann,
chaotisch und im irgendwann.
Vielleicht entsteht dann Neuer,
wahrscheinlich endet er im allzerstörenden Feuer.

Des Bäckers Geheimnis

Schokolade ist recht lecker,
drum verpackt es jeder Bäcker,
gerne mal in Blätterteig,
die Rezeptur er nicht gern zeigt.
Sein Geheimnis steckt im Wissen,
knowhow, das wir nicht gerne missen.
Schokohörnchen, feines futter,
insbesondere mit Puderzucker.
Und auch die Schnecken mit viel Mohn,
ohne die wär der Name „Bäckerladen“ hohn.
Dazu kommen normale Brötchen,
für den Kunden gibts die auch mit Körnchen.
Als Konsument der Leckereien,
ignoriert man gerne die kalorienreichen Innereien,
solangs nur schmeckt, die Lebenskräfte weckt
und den Genuss, der darin steckt.
solangs nur schmeckt und Lebenskräfte weckt.
Die belegte Laugenbrezel,
dazu das morgendliche Zahlenrätsel,
das erweckt nicht nur den Architekt. – ehemaliger Schluss

Das Leben wie es lebt und lebt II

Ein Leben wird geboren,
klein und hilflos
doch geborgen,
liegt es nun in Mutters Schoß.
Es wird gewiegt,
ein Jahr später es schon kniet.
Drei Jahre drauf es langsam flieht,
denn das Leben ists, was es jetzt sieht.
Es spürt die Freude,
findet Freunde.
Doch dann, der schreckliche Tag,
an dems die Schule zum letzten mal mag.
Tag zwei ändert schon die Sicht,
denn zum ersten mal ein Müssen sticht.
Deutsch und Mathe,
„was ne kacke…“
doch die Mutter wiegts weiter in Watte.
Mit 14 dann die erste Freundin,
unendliche Liebe, volles all-in.
So denkt das Leben wenigstens,
doch der Zufall spielt gern am unredlichsten.
Das Leben zieht weg,
die 14 Jahre sind verschreckt.
„Wohin mit dem Liebeskummer?“
„Der Liebende der ist ein Dummer!“
Hält sich zwanzig Jahr ans Wort,
leider nun die Jugend fort.
Der Kummer überwunden,
doch mittlerweile von der Arbeitswelt geschunden
und – ganz unverbunden,
ist inzwischen oft betrunken.
Findet nicht mehr Lebensglück,
nicht mehr die Seele in den Raum gerückt.
Es geht ins Gartenhäuschen,
setzt sich erstmal für ein Päuschen.
„Das folgende, das soll geplant sein.“
denkt es sich und sieht den Leim.
„Der wird nun nicht mehr gebraucht,
der Stuhl ist gut, ausdauernd wie ein Stück Lauch.“
Schnell den Strick gepackt,
das Seil hobelt den Lack.
Tage später stehts geschrieben,
die Zeitung hats gedruckt,
der Leib hat nur wenige Minuten sehr gezuckt,
dann war der Sinn endlich zerrieben.
Das Leben ward gefunden,
das Seile um den Hals gebunden.
Es flackerte im Schuppenlicht,
das Nachbarsmädchen hatte die erste Sicht.
Das Mädchen ganz verstört nur schrie,
nun lebt sie in der Apathie.
Ist schon mehr als dreißig Lenze,
die Psychiatrie, die kennt se‘.
Von innen und von außen,
es gibt für sie kein Kleider kaufen.
Schockierend war es allzusehr,
unendlich machts ihr die Seele schwer.
Die Moral von der Geschichte,
Sinn den hat man

oder nichte.

Enge und Weite und die traurige Weltseite

Neue Zeiten,
neue Weiten,
alles ist nurnoch am schreiten,
nichts mehr das noch dogmatisch ist am leiten.
Schranken sind gesprengt,
Felder sind verengt,
Blick auf imaginäres – verhängt.
Nichts mehr ist beengt.
Gedanken endlich kontrollierbar,
Die Welt vorhanden, nicht mehr als wirrwarr.
Das Bild hat sich gefügt,
die Vorstellung nicht mehr getrübt.
Alles zieht normale Bahnen,
der Geist zum Glück nicht mehr am Wahnen!
Leben ist halt was es ist,
Bewusst-sein zum Glück nicht nur trist.
Endlich bin ich angekommen,
die inneren Organe sind endlich vernommen.
Sich selbst monadisch ganz verstanden,
natürlich nicht im Sinne der bekannten.
Lebendig ist man ohne Grund,
die Religionen tuen davon kund.
Man ist halt da,
man steht im Leben,
nur manche Teile stehen daneben.
Diese Teile sind nicht wahr,
man sieht die Fiktion nun leider klar.
Man ward getäuscht,
man ists nun nicht mehr.
„Hier will ich doch eigentlich garnicht her!?!“
Die kollektiven Folgen die sich hier ergeben,
sind noch lange zu beheben.
Theologie gilts abzuschaffen,
die Aufklärung auf neuer Basis zu erschaffen.
Die Leben müssen aber auch was tun,
sollten ihren Wissensschatz besser kundtun.
Moral die muss verständlich werden,
Erkenntnis muss sich deutlich stärker erden.
Die Wirtschaft bescheiden leider bleiben
und die Politik sich nicht mehr am Kriege weiden.
Doch all das ist egal,
ich trage hier nicht den Verantwortungsschal.
Drum höre ich jetzt auf zu schreiben,
und fange an ganz Mensch (alt: material) zu bleiben.

Das Leben wie es lebt und lebt

Ein Leben ging spazieren,
entlang den Boulevard flanieren.
Fand sich zurecht im großen Reigen,
den die Wirtschaft ist am treiben.
Als Leben war es auserkoren,
die Laufbahn der Kultur, die war geboren.
Es lebte als gäbe es ein morgen nicht,
lebte in der kurzen Sicht.
Fand nicht mehr als Geld und fressen,
ach ja, den Sex nicht zu vergessen.
Mit Sieben ging es in die Schule,
erlebte dort auch mal Bambule.
Mit 15 dann die Hiobsbotschaft,
der Tod der Mutter, die Lücke im Lebenslauf nun klafft.
Die Schule wurd egal,
– der Schmerz
zwar nur banal,
doch für den Abschluss zu brutal.
Mit 20 schließlich angekommen,
den Flanierenden vernommen.
Als Leben sitzt er an der Ecke,
hätte gern ne bessere Decke,
vielleicht ein saubres Spritzbesteck.
Die Bambule längst vergangen,
die Erinnerungen; vom Nebel ganz verhangen
– und leider immer das verlangen.
Doch interessierts das Leben, das flaniert?
Das guckt meist nur pikiert.
Rümpft Nase beim vorbeimarschieren,
„Zum Glück hab ich noch was zum Verlieren.“
„Zum Glück muss ich mich nicht mehr genieren“
denkt das eine Leben leise.
Im Kaffe drüben sitzt ein Greise.
Sein Leben fast am Ende,
doch zufrieden sitzt es da,
Kaffee umschlingen die Hände.
Hat die kurze Sicht genossen,
gelebt, gesoffen, rumgehurt,
war des öfteren verschossen.
Nun der Endspurt,
– mit Problemen…
Die Tochter lebt das falsche leben.
Will keinen Mann,
sie liebt nur Fraun‘
sowas ist ihm nur schwerlich zu verdaun‘
„Doch vielleicht ändert er die Meinung ja irgendwann…“
Denn ihr Leben ist fantastisch,
Managerin und jeden Dienstag Stammtisch.
Sie lebts in vollen Zügen,
nur ihr Vater ist ständig nur am rügen.
Alle Vier, sie leben munter,
der eine froh,
die andere bunter,
der letzte wäre lieber fort,
am leben am wohlbekannten besseren Ort.
Leider machts der Mensch nicht allen leicht,
langsam aber die Kultur höchste Höhen erreicht.
Jetzt muss sich nur der Mensch noch bessern,
seine Welt nicht mehr weiter durch Geld verwässern,
das Flanieren unterlassen,
Die Wirtschaft an die Welt anpassen.
Sozialer muss es werden,
Leben müssen Leben sein,
mehr als reiner kurzer Schein,
nicht ein Junkie an der Ecke,
den man gern woanders hätte.

Zynische Vernunft, du schreckliches Verderbnis!

Welch zynische Vernunft doch spricht,
wenn man den Bann der Schranken bricht.
Gezogen in das Vakuum,
da ist der Tod nur noch ein „Schade drum“
Es ergibt sich nun,
in diesem schwarzen Tale,
so manche offene und unverfälschte Bare.
Gedanklich hat man dann zu tun,
denn es gilt,
so deutet einem Schild um Schild,
Gott und Natur zu trennen,
zu erkennen,
was sich tatsächlich bewegt
und was nur begrifflich von statten geht.
Im Vakuum erneut geboren,
man fühlt sich fremdlich, doch geborgen.
Um dem Zustand zu entfliehen,
heißt, den eigenen Modus zu verdienen,
muss man sich,
man glaubt es kaum,
der Historie bedienen.
Doch nicht nur der,
auch den Geschichten gilt es hier zu lauschen,
sie entkernen das natürliche Rauschen.
Das Rauschen der physischen Welt,
die man zuvor – als Realität – hat,
aus der Gleichung rausgestellt.
Nun ist man fast ganz oben,
doch dann ergibt sich, nicht als Thron,

„oohh“, welch ein Hohn,
die Geburt einer rationalen Zivilisation.
In ihr wirkt die Wissenschaft,
als Lehrer wird sie heut gerafft.
Doch ist sie nicht der Lehrende!
Nein! Sie dient nur, sich selbst erschwerend,
dem Willen zur Wahrheit,
den wenigen Sehenden.
Drei grundlegende Essenzen,
von Geist und Material getrennt,
aus nichts und einem Selbst geschaffen,
weil die Wissenschaft hat noch große Wunden, die klaffen.
Abgründe bestimmen die Bahnen des Wissens,
nur wenige sind so gerissen, so zerrissen,
dass sie darin Logik sehen, und tatsächlich auch verstehen,
weil sie sich selbst als Gedankending sehen.
Sie erleben sich in sich,
beeinflusst nur von einer Schicht,
die; mal mich, mal dich,

spiegelt.
Auch als Photon sich hin und wieder siegelt.
Siegelt, weil beim Licht,
der Sinn verliert hier leider nicht nur sich.
Die konstruierten Paradoxien,
ergeben nun die Grenze zwischen Vernunft und Zynie,
das nennt sich dann Mathematologie. Nein halt!
Mathesis? Vielleicht.
Sicher ist:
Hier steht die Mathematik als Schranke.
Dem entspringt die Medizin,
die im Kerne
– weils so scheint,
gern psychologisch stark beweint.
Doch nicht nur kranke Gedanken,
auch das Vakuum ist hier am Ranken.
Denn der Schnitt, der Bruch, das Sterben und Gebären,
all das fasst sich nicht ganz rational.
Denn Natur und „Gott“ sind nicht beide material.
Das natürliche erscheint als Funktionales,
doch Gott ist – wenns so ist; das Fiktionale.
Das nicht erkannte, das zum Nichts sich dünkt,
und doch noch immer seine Flügelschwünge bringt.

Das Irgende darf nicht wesen

Irgendwas ist nirgends nicht.
Es gibt nicht eine „Irgend“ Schicht.
Es bricht sich dort doch immer Licht
und auch der Mensch ist hier absolut und nicht.
Man ist im Irgendwann entstanden,
will zum irgendwo hinstreben,
irgendwie solls funktionieren,
irgendwas tut man probieren.
Konkreter muss es sein,
besonders das Besondere einweihen.
Beim sich auf sich selbst verweisen,
hier entstehen die „Irgendweisen“.
Man will immer alles haben,
nur konkret kann mans nicht sagen.
Man denkt dann „irgendwas wird sich schon ändern“
„irgendwann wirds sich schon bewändern“
„irgendwie wird sich was tun“
„und solange tu ich halt noch unruhig ruhn'“

Der Kampf

Im innern vereint,
das innere allzulang verneint,
Dem innern dann entkommen,
dank des Gottes, den man hat vernommen.
Die falschen Vorstellungen von Welt,
die sich erheben meist als Geld,
die sich verwinden lassen,
es gibt dann leider doch noch Klassen.
Das Loblied auf die Wissenschaft,
die ihr Herz im innern hat dahingerafft,
dies Loblied hat die Welt entzweit,
der Denker sei davor gefeit.
Er muss sich stets vor Augen halten,
die Wissenschaft die ist es nicht,
was da tut Natur verwalten.
Auch Sie erkennt nicht mehr als Licht.
Sie erkennt es zwar in tiefster Schicht,
doch leichter scheint es als Gedicht.
Im innern schafft es das Problem,
denn Sprache erkennt sich falsch besehen.
Das Dasein muss die Wahrheit erst verwinden,
dann kanns sich als Leib befinden.
Als Dasein sich erkennend – Unendlichkeit!
Verloren in daseinsbedingter Endlichkeit…
Man muss die Wissenschaften niederringen,
sie ins Gehäus des Daseins zwingen.
Muss durch sie Metaphysik überwinden,
doch man darf sich dann nicht als sie empfinden,
sich nicht existential in ihr befinden.
Im innern verliert man alles Geld,
zurück bleibt dann nur die einsame Welt.
Man erkennt das Wissen,
und will nicht dessen Ursprung missen.
Doch dabei entdeckt man Grund und Gründe,
warum man sich halt nicht außerhalb der Welt erfinde.
Die Sprache ist der zugespitzte Grund,
sie beginnt am eigenen Mund.
Sie endet im unendlich’n Geist,
den man phänomenal jedoch als nur ewig weiß.
Was soll ich jetzt noch sagen?
Die Reste sind nurnoch das Wagen,
das Tun und Richten,
am besten nicht nur gegen die theologischen Geschichten.
Man muss dann handeln,
als Gestalt durchs leben wandeln.
Sich als Lebendes begreifen,
nicht auf die Unendlichkeit versteifen.
Man hat die Pflicht zu streben,
den Wunsch der Menschheit was zurückzugeben.
Man will dann alles richtig machen,
doch vergisst dabei die Arbeit und das schaffen.
Man denkt „es muss doch möglich sein!“
Die Erklärung muss für alle sein.
Sie muss feinst abgestimmt,
und doch verständlich sein für jedes Kind.
All das ist nicht möglich,
die unverstandene Dialektik wirkt hier tödlich.
Sie ist die Grundessenz des Denkens,
des Hirn und Gaumen allzusehr verrenkens.
Wäre sie gemein bewusst,
so wäre der Mensch weit mehr in Schuss.
Er wäre Herr des eignen Schicksals,
moralisch wär er nicht verloren im Trübsal.
Er hätte sich am Schopfe,
könnte sich dem Morast entziehen,
wüsste den Ursprung in seinem Kopfe.
Er wäre moralisch deutlich weiter gediehen.
Doch so weit sind wir noch nicht,
langsam wärs dann doch mal angebracht,
angebracht als gemeine Sicht.
Dafür hat sich der Mensch schließlich autokatalytisch erschafft.

Des Lebens müde

Es entspringt: fragen, fragen, fragen
Den Sinn dabei noch immer nicht gefunden.
Man ist nur noch am klagen, klagen, klagen.
Ich hab mich der Gesellschaft zu weit entwunden.
Ich will das Leben endlich schöner haben,
vorbei ist das ertragen.
Ich will fröhlich sein,
nicht nur strahlen in schönem Schein.
Nein, keine Freude wird erlebt
und Zeit die einfach nur vergeht…
Nichts zum freuen, nichts zum streben
Ich will mich doch nur empfinden,
Glück und Freude mir und meiner Umwelt geben.
Doch das Leben scheint immer weiter zu entschwinden.
Es verliert sich in den Sorgen,
in Angst und Wut und Hass und Trug.
Vielleicht schaff ich ja neues morgen,
doch dafür ist der Motivation wohl nicht genug.
Ich will doch nur ein bisschen Glück,
und die Seele in den Raum gerückt.
Will endlich im Leben sein,
erleben, auch mal das Glas erheben,
ein Leben schön, als wär es dein.

Der Freie und die Beschränkten

Die Anschauung der meisten ist beschränkt,
der freie Geist wird dadurch oft gekränkt.
Sie verfehlen die Zusammenhänge,
da wirds dem Freien bang und bänge.
Ihre Sicht ergibt zwar Sinn,
doch das ist nur subjektivster Gewinn.
Der Freie erkennt darin oft Fehler,
und wirkt dann oft als oberschlauer Lehrer.
Dem Freien ist die Determiniertheit wohlbekannt,
denn sie entstand -aus freiem denken,
frei vom akademisch-wissenschaftlichen Gewandwelches den Sinn gern ist am lenken.
Erkannte dabei die Grenzen des Subjekts,
war gebannt von dem, was ihm da gegenüberstand.
Er fragte sich, im Sinne ganz perplex:
„Was ist das, was ich da fand?“
Die Antwort war ganz da,
doch der Name war nicht wahr.
Es hat einen nur determinierend ergriffen,
nicht vollständig wurde es begriffen.
Die meisten begreifen es im Begriffe „Gott“,
manch anderer durch Es
ist in die Wissenschaft gelockt.
Der Freie erkennt es als Prozess.
Wie dem auch sei,
es ist die Antwort auf die Frage,
Moral und Mathe gießt es in Blei.
Früher begriff man es als Sage.
Heute ists weitaus komplexer,
falsche Thesen, falsches Wesen,
wirkten oft als Weltzerfetzer.
Dazu kommt, die meisten sind nur akademisch sehr belesen.
Was man erkennt, das sind die Menschen,
sein Denken und ihr Sprechen,
Sozialität wird auch gegeben
und die Geometrie

um die Determiniertheit zu beheben.
Viele sehen zwar die Logik,
doch nicht deren Ursprung
in der Komik.
Die Freien sehen dies und mehr,
denn Humoralpathologie führt Sie zum Meer,
zum Meer des Pathos,
groß und klar,
ach wäre das heut nur nicht Pathologia…