18.01.16
Du, Philosophie, sei mein!
Will(Sollst, neu) nimmermehr verborgen sein,
Sie liebt das Leben, lebt die Lust,
im ewigenden Spielverdruss.
Doch der Ernst, so wird es werden,
gibt ein kleines stell dich ein –
Der Ideenhimmel, so soll schein‘,
ist dessen Platz im ewgen Sein.
Die Beichte wirkt, so wills die Kirche,
als Einfachheit, als krasser Trug.
Philosophie hingegen – meint zu Wissen,
was Glaube nur zu kennen tut.
Wollen wir Wissen, was es ist?
Wollen wir Magie erlügen,
Wahren Zufall terminieren?
Welt als nicht-Gegebenheit,
das ists, was Welt beschreibt.
Der Epistemologie gilt abzuringen,
Sprache hat schon ihren Sinn.
Doch ebenso, so wollt sies rufen,
vergaß man hier sich selbst zu suchen.
Denn ohne Augen und vielleicht Gehörwird das Riechen vorerst doch eher schwer.
Dies soll meinen, will ich sagen,
Fünf Wege gibt es hier hinaus,
wiewohl ein Sechster existiert,
dieser sich nur eher geniert,
doch sich als absolut wahr geriert.
Er stellt sich dar, als Drittes Auge,
wiewohl er wohl eher Mundwerk wär.
Die Ohren lassens nicht verhehlen,
Sie sind das Gold, der Glanz der Welt.
Der ZuFall will, dass wir uns plagen,
schafft Geld, schafft Gier.
Schafft mehr, schafft hier.
Der Drang zum Gelde, führt zum Geiste,
im Ende dann zum höchsten Greise.
Das Subjekt will begreifen,
was es in der Sprache sucht,
will hier sein, will hier eifern
doch dem Wahren – weh oh weh –
ist dies leider nicht genug.
Es findet sich,
so muss man Ahnen
in einer Welt aus Lug und Trug.
Im innern einer Warenwelt,
man jetzt erst die Pandorra hält.
Das Geld ist Schwarz,
Es will uns Scheinen,
als seis der Weisheit letzter Guss.
Doch dies, so ist mir nun gewiss,
ist nicht mehr als Hindernis.
Der Pathos steht all dem entgegen,
er wirkt als sei er ewig Jung.
Doch bleibt er stets ein kleines Kind im innern,
dann wird er sich kontingent verringern.
Die Welt
das darf man wohl so sagen,
ist immer hier, stets neu und frisch.
Doch was ihr Inner wirklich ist,
das weiß nur „Gott“ – und Wir grad nicht.
Ihr Wesen ist, was zu behauen,
des Philosophen liebste Arbeit ist.
Wiewohl die Wissenschaft sich gibt,
als sei solch Arbeit keine Wert.
Sie will die Wahrheit, will es schaffen,
will es einfach nurnoch raffen.
Selbstzweck ist die Wissenschaft an Sich,
Für sich nützlich
doch ohne Einsicht.