Die Moral

Die Moral, sie findet sich
sie ist des blanken Wahne Witz.
Sie ist ironisch, meints nicht ernst.
Ist der Ethik kleiner Schlitz,
ein kleiner Blitz, der sich einritzt.
Sie ist gefunden, will sich zeigen,
will verhalten.
Handelt immer im gewissen,
ist trotzdem doch eher beschissen.
Sie ist historisch, nicht apriorisch,
ist unerklärlichund nur mit drin,
unterstellt man der Welt,
einen höheren Sinn.
Sie ist das falsche, will das Gute

entzweit die Welt aus welchem Mute?
Denn sie ist in einem Bunde,
Im Bunde ist sie, das weiß jeder
nur wirkt sie als Ethik leider reger.
Wiewohl sies tat, das muss man sagen

will man sie zu Grabe tragen.
Sie wirkte reichlich, wirkte bunt,
schaffte großes, war ganz Rund.
Doch im Heute, das ist klar,
ist sie nicht mehr als ein einzeln Jahr.
Ihre Tage sind gezählt,
hat man sich selbst die Ethik erwählt.

Das gute Geld

Der Mensch, ein Ideal voll Sorgen,
da können Wir doch eine borgen.
Sie soll nicht groß sein, nur gewiss.
Stellt sich gern als ungewiss.
Als ungewiss, gemäß des Guten,
drum müssen leider viele bluten.
Das Schlechte jedoch, ist der Schein,
will nunmal gerne Wahres seinBares sein.
Dies ist, so wissen Wir gesetzt

vorgefunden will Ich reimen
das Bild der Welt, im wahren Meinen.
Oh nein, jetzt habe ichs verpetzt.
Verpetzt, was offensichtlich ist
auch wenn du gar dagegen bist.
Die Welt spielt, ist blind im Golde
nur ihre Magd, der Mond ist Holde.
Den Schein des Mondes
meint wer spricht,
wenn man das Licht der Sonne bricht

und darauf sind die Bänker sehr erpicht.
Das Geld als Mond,
das wär verrückt,
ist doch so einiger entzückt
vom Glanze den der Mond erweckt
hinter dem sich nur die Sonn versteckt.
Spielend wirkt der Kapitalist
im Kern jedoch ist er der Mist.
Den Mist welch er sich gern anhäuft,
baut in der Welt gar Häuser auf.
Wirkt in Gehäusen,
noch und nöcher.
Wirkt in der Welt
als Knochenbrecher.
[Heute wirkt sein großer Bruder,
von EZB bis FED und „Bank of England“

und gerne noch so manch andres Bankenluder.
„Man hält halt gern den Wert der Arbeit als Papier in der Hand!“
Bei 0% Zins, und Credit-default-swaps.
„In 20 Jahren gibts nichts mehr dafür in den Shops…“
Dann kostet das Leben wieder Arbeit und Schweiß
und nicht diesen einstmals nützlichen papierigen Scheiss.] – nachträglich

Lehrgedicht der Philosophie

18.01.16

Du, Philosophie, sei mein!
Will(Sollst, neu) nimmermehr verborgen sein,
Sie liebt das Leben, lebt die Lust,
im ewigenden Spielverdruss.
Doch der Ernst, so wird es werden,
gibt ein kleines stell dich ein –
Der Ideenhimmel, so soll schein‘,
ist dessen Platz im ewgen Sein.
Die Beichte wirkt, so wills die Kirche,
als Einfachheit, als krasser Trug.
Philosophie hingegen – meint zu Wissen,
was Glaube nur zu kennen tut.
Wollen wir Wissen, was es ist?
Wollen wir Magie erlügen,
Wahren Zufall terminieren?
Welt als nicht-Gegebenheit,
das ists, was Welt beschreibt.
Der Epistemologie gilt abzuringen,
Sprache hat schon ihren Sinn.
Doch ebenso, so wollt sies rufen,
vergaß man hier sich selbst zu suchen.
Denn ohne Augen und vielleicht Gehörwird das Riechen vorerst doch eher schwer.
Dies soll meinen, will ich sagen,
Fünf Wege gibt es hier hinaus,
wiewohl ein Sechster existiert,
dieser sich nur eher geniert,
doch sich als absolut wahr geriert.
Er stellt sich dar, als Drittes Auge,
wiewohl er wohl eher Mundwerk wär.
Die Ohren lassens nicht verhehlen,
Sie sind das Gold, der Glanz der Welt.
Der ZuFall will, dass wir uns plagen,
schafft Geld, schafft Gier.
Schafft mehr, schafft hier.
Der Drang zum Gelde, führt zum Geiste,
im Ende dann zum höchsten Greise.
Das Subjekt will begreifen,
was es in der Sprache sucht,
will hier sein, will hier eifern
doch dem Wahren – weh oh weh –
ist dies leider nicht genug.
Es findet sich,
so muss man Ahnen
in einer Welt aus Lug und Trug.
Im innern einer Warenwelt,
man jetzt erst die Pandorra hält.
Das Geld ist Schwarz,
Es will uns Scheinen,
als seis der Weisheit letzter Guss.
Doch dies, so ist mir nun gewiss,
ist nicht mehr als Hindernis.
Der Pathos steht all dem entgegen,
er wirkt als sei er ewig Jung.
Doch bleibt er stets ein kleines Kind im innern,
dann wird er sich kontingent verringern.
Die Welt

das darf man wohl so sagen,
ist immer hier, stets neu und frisch.
Doch was ihr Inner wirklich ist,
das weiß nur „Gott“ – und Wir grad nicht.
Ihr Wesen ist, was zu behauen,
des Philosophen liebste Arbeit ist.
Wiewohl die Wissenschaft sich gibt,
als sei solch Arbeit keine Wert.
Sie will die Wahrheit, will es schaffen,
will es einfach nurnoch raffen.
Selbstzweck ist die Wissenschaft an Sich,
Für sich nützlich

doch ohne Einsicht.